Menschenrechte

Dieses Thema ist wohl das dunkelste Kapitel Nordkoreas. Für die dortige Menschenrechtssituation gibt es in der heutigen Zeit keinen Vergleich mehr. So isoliert, wie das Land nach außen hin ist, ist es auch nach innen. Die Einwohner können kaum an Informationen über die Außenwelt gelangen. Denn sie haben weder Zugang zum Internet, noch irgendeine andere Möglichkeit, mit dem Rest der Welt in Kontakt zu treten. Auch sonst geht es dort zu wie im Mittelalter. Die Untersuchungskommission der Vereinten Nationen konnte Beweise finden für: Versklavung, Folter, Mord, planmäßigen Einsatz von Mangelernährung, systematische Vergewaltigung, Zwangsabtreibungen und Verfolgung aus politischen Gründen. Auch gibt es dort die Todesstrafe und sogar öffentliche Hinrichtungen. Oft wird die Bevölkerung gezwungen, dabei zuzuschauen. In einem Fall musste ein 14 Jähriger sogar bei der Hinrichtung seiner eigenen Mutter anwesend sein. Aber über die Todesstrafen in Nordkorea gibt es keine offizielle Statistik. Zeugenaussagen nach gab es zwischen 2005 und 2012 510 öffentliche Hinrichtungen. Aber es wird vermutet, dass die tatsächliche Zahl viel höher ist. Die härtesten Strafen in Nordkorea drohen all denen, die sich gegen die Regierung stellen. Berichten nach kann es reichen, wenn man einen Witz über Kim Jong Un macht oder auf einer Zeitung mit seinem Porträt sitzt. Nicht umsonst wird geschätzt, dass über 200.000 Menschen in nordkoreanische Straflager geschickt wurden. Die Bedingungen dort sind eine Katastrophe. Es wird gesagt, die Gefangenen müssen dort 18 Stunden am Tag Zwangsarbeit verrichten. Und wenn sie nicht effizient genug arbeiten, werden sie mit körperlicher Gewalt bestraft. Auch die Hygienezustände in diesen Lagern sind schlimm. Etwa 300 Gefangene müssen sich eine Toilette teilen. Und eine Dusche steht mehrere Monate lang nicht zur Verfügung. Dadurch kommt es in den Lagern oft zur Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten. Laut Verfassung gibt es in Nordkorea das Recht auf freie Religionsausübung. In der Praxis sieht das aber nicht wirklich so aus. Es gibt sehr viele Berichte darüber, dass Menschen in Nordkorea wegen ihrer Religon verhaftet, gefoltert oder hingerichtet werden. Aber die Kontrolle der Regierung geht noch viel weiter. Die Behörden bestimmen sogar den Wohnort der Bürger. So dürfen Behinderte sich zum Beispiel nicht in der Hauptstadt Pjöngjang ansiedeln. Aber die haben sowieso Glück, wenn sie in Nordkorea noch leben. Denn es gibt Berichte darüber, dass Behinderte in Nordkorea für den Test von Chemiewaffen benutzt werden. Damit ihre Gene nicht weitervererbt werden. Dass Nordkorea ein Menschenrechtsproblem hat, will die Regierung trotzdem nicht zugeben. Der Uno-Gesandte Kim Song sagte, Zitat: "Wir sind stolz auf unser ausgezeichnetes System zur Förderung und zum Schutz der Menschenrechte in unserem Land."