Teilung Koreas

Warum gibt es überhaupt Nord- und Südkorea?

Schauen wir zurück in das Jahr 1941. Die USA treten in den zweiten Weltkrieg ein. Denn Japan hat die Pazifikflotte der USA angegriffen. Deswegen besetzen die Amerikaner Japan, aber gleichzeitig auch Korea. Denn Japan hatte Korea unter seiner Gewalt. Als der zweite Weltkrieg dann vorbei ist, teilen sich die Siegermächte das Land. Der Norden geht an die Sowjetunion, und der Süden an die USA. Das ist aber noch nicht die eigentliche Teilung Koreas. Denn erst sollte es ein Land mit einer Doppelherrschaft werden. Dafür wurde eine Wahl für beide Länder geplant. Aber durch den zweiten Weltkrieg gab es politsche Spannungen. Deswegen konnte das nicht umgesetzt werden, und es gab erstmal zwei verschiedene Wahlen. 1948 kam es dann dazu, dass Nord- und Südkorea eigene Staaten gründeten. Südkorea wurde zur Republik Korea, und Nordkorea zur Demokratischen Volksrepublik Korea. Das Problem: Beide Länder beanspruchten die ganze Halbinsel. Zwei Jahre später versuchte Nordkorea dann, den Süden einzunehmen. Aber Südkorea wehrte sich, und so entstand daraus der Koreakrieg. In diesem Krieg bekamen beide Länder Unterstützung. Südkorea von den USA und Nordkorea von China. 1953 kommt es dann endlich zu einem Waffenstillstand. Aber Korea bleibt ein geteiltes Land.

Kim Jong Il

Kim Jong Il war bis 2011 das Staatsoberhaupt von Nordkorea. Offiziell wurde er am 16. Februar 1941 geboren. Und zwar am Fuße des Berges Hakudosan. Der Legende nach soll bei seiner Geburt ein Stern und ein doppelter Regenbogen am Himmel erschienen sein. Zur Seite schauen. Nach anderen Quellen wurde er in einem Ausbildungslager in Wjatskoje geboren. Während sein Vater um die Unabhängigkeit Koreas kämpfte. Ab dem Alter von neun Jahren besuchte er die Schule und mit 23 Jahren schloss er sein Studium in Pjöngjang ab. Anderen Quellen nach studierte er in der DDR. Nach dem Tod seines Vaters 1994 übernahm er das Amt. Er konzentrierte sich sehr auf das Militär, denn er wollte sein Land atomar aufrüsten. Durch ihn wurde die nordkoreanische Armee die viertgrößte der Welt. 2006 dann der Durchbruch: er ließ die erste Atombombe des Landes testen. Im Dezember 2011 starb er an einem Herzinfarkt. Angeblich während einer langen Zugreise. Aber der südkoreanische Geheimdienst meint, sein Zug habe die Hauptstadt gar nicht verlassen. Nach seinem Tod wurde dann eine elftägige Staatstrauer angeordnet. Währenddessen mussten auch alle Geschäfte geschlossen bleiben.

Kim Jong Un

Kurz nach dem Tod von Kim Jong Il wurde sein Sohn das neue Staatsoberhaupt. Kim Jong Un. Und er wurde auch sehr schnell akzeptiert. Die nordkoreanischen Nachrichten bezeichneten ihn sofort als: Zettel in die Hand nehmen "großartigen Nachfolger und Führer von Partei, Armee und Volk". Aber trotzdem weiß man nur sehr wenig über sein Privatleben. Nicht einmal, wann genau er geboren ist. Das war wahrscheinlich am 8. Januar 1983 in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Sein Geburtsdatum wurde dann allerdings auf 1982 festgelegt. Damit es besser zu seinem Großvater passt, der 1912 geboren wurde. Im Alter von 10 bis 15 Jahren besuchte er eine Privatschule in der Schweiz. Allerdings mit einer falschen Identität, damit er unentdeckt bleibt. Berichten nach war er schüchtern und ist mit allen gut ausgekommen. Angeblich wurde er ständig von einem älteren Schüler begleitet. Die Mitschüler hielten ihn für seinen Leibwächter. Diese Schule verließ er 1998 allerdings plötzlich und ohne Abschluss. Danach besuchte er eine andere Schule in der Schweiz, wieder mit einer falschen Identität. Aber auch von dieser meldete er sich zwei Jahre später plötzlich ab. Schließlich besuchte er dann noch fünf Jahre die Kim-Il-Sung-Universität in Pjöngjang. Als er dann schließlich das Amt übernahm, hat er politisch sehr viel unternommen. Unter anderem hielt er die erste Neujahrsansprache seit 19 Jahren. Außerdem veranstaltete er die erste große Neujahrsfeier für die Bevölkerung. Und er "lockerte" er einige Gesetze, so dürfen Touristen jetzt zum Beispiel Handys und das Internet nutzen. Oder Bauern dürfen Teile ihrer Ernte nun verkaufen.