Infrastruktur

Das Verkehrsnetz in Nordkorea ist besonders auf das Militär zugeschnitten. Zum Beispiel gibt es neben Straßen riesige Betonsäulen. Diese können im Notfall als Panzersperre umgekippt werden. Der Hauptverkehrsträger ist die Bahn. So richtig gut funktioniert das aber nicht. Denn es kommt oft vor, dass sie mitten auf der Strecke stehen bleibt. Weil die Oberleitung nicht genügend Spannung führt. In Nordkorea gibt es nämlich einen starken Energiemangel. 2007 fuhren nach Ewigkeiten wieder Züge über die Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Nordkorea lehnt einen regelmäßigen Zugverkehr nach Südkorea aber ab. Die einzige Möglichkeit, aus Nordkorea zu reisen, ist also das Flugzeug. Es gibt regelmäßige Flüge in vier ausländische Städte. Aber normale Einwohner dürfen natürlich nicht einfach so ausreisen. Von Pjöngjang führen Autobahnen nach Nordosten, Osten, Süden und Westen. Es gibt also nicht allzu viele Autobahnen in Nordkorea. Aber es werden auch nicht gerade mehr benötigt. Autofahren ist nämlich der Elite vorbehalten, und die bleibt lieber in der Hauptstadt. Neben der Bahn ist das Fahrrad das wichtigste Verkehrsmittel in Nordkorea. Seit 2012 dürfen dort nun übrigens auch Frauen Fahrrad fahren.

Schulsystem

Über das nordkoreanische Schulsystem ist extrem wenig bekannt. Aber das nordkoreanische Bildungsniveau gilt als sehr niedrig. Obwohl es eine zwölf Jahre lange Schulpflicht gibt. Die Schulklassen werden streng nach Geschlecht getrennt. Und die Schüler lernen hauptsächlich über die "großartigen Führer". Bis zu 50% des Unterrichts bestehen angeblich aus Heldentaten und Reden von ihnen. Musiziert wird auch. Außerdem wird dort die "einzige Sprache der Welt" gelehrt, nämlich koreanisch. Den Kindern wird also beigebracht, dass man auf der ganzen Welt die gleiche Sprache spricht. Es gibt dort, ähnlich wie in Deutschland, die Möglichkeit, nach dem Abschluss ein Studium zu belegen oder auch eine der insgesamt nur 30 Universitäten zu besuchen.

Kultur

Auch die nordkoreanische Kultur basiert auf dem Regime. Sehr viel richtet sich nach den verstorbenen Machthabern Kim Il Sung und Kim Jong Il. Typisch sind vor allem Militärparaden und Massengymnastiken mit tausenden Teilnehmern. Damit soll die Treue und Opferbereitschaft für die Staatsführung bewiesen werden. Am Geburtstag von Kim Il Sung findet jedes Jahr das Arirang-Festival statt. Das dauert immer zwei Monate, und beginnt mit einer Eröffnungsfeier in Pjöngjang. Sogar eine eigene Zeitrechnung haben die Nordkoreaner. Sie schreiben gerade das Jahr 104 nach der Geburt des ersten Führers. Feiertage gibt es in Nordkorea auch. Natürlich sind erstmal die Geburtstage der Staatsoberhäupter offizielle Feiertage. Es gibt aber noch über 40 weitere. Der siebte Juni ist zum Beispiel der Tag der nationalen Industrie. Oder der neunte Oktober der Tag der Metallarbeiter. In Nordkorea gibt es aber natürlich auch viele schöne Sehenswürdigkeiten. Vor allem in der Hauptstadt Pjöngjang. Solche Denkmäler sind überall zu finden. Außerdem hat der Ringkampf dort eine lange Tradition. Den dürfen Frauen da aber natürlich nicht ausführen. Musik allerdings ist auch in Nordkorea weit verbreitet. So gibt es zum Beispiel das nationale Sinfonieorchester mit etwa 120 Mitgliedern. Westliche Musik ist aber streng verboten und wird geahndet.